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Hermann Heisig lebt und arbeitet als Choreograf, Tänzer und Performer in Berlin. Geboren 1981 in Leipzig, nahm er 1997 am Wettbewerb ›Das beste Tanzsolo‹ während der euro scene leipzig teil, worauf zahlreiche improvisierte Soli in Galerien und Clubs folgten.

Vor und während Hermanns Tanzausbildung in Berlin entstanden zwischen 2000 und 2006 erste Projekte und Kollaborationen, u.a. mit Marina Quesada, Diana Wesser, Anja Müller und der Band Brockdorff Klang Labor. 2007 nahm Hermann an ex.e.r.ce 07 teil, einem siebenmonatigen Kursprogramm für Choreographie am CCN Montpellier, unter der Leitung von Mathilde Monnier und Xavier le Roy. Als Tänzer arbeitet Hermann seit 2008 u.a. mit Meg Stuart/Damaged Goods, Martine Pisani, Martin Nachbar, Begum Erciyas, Thomas Lehmen und Corinna Harfouch.

Hermanns eigene Arbeiten setzen sich mit Reibungseffekten auseinander, die Körper in sich, miteinander und mit ihrer Umwelt produzieren. Sie widersetzen sich Effizienz und zelebrieren eine Ästhetik des Do-it-yourself, Unfreiwilligkeit als Motor, das Monströse, das Lebendige, das Mechanische.

"Instinktiv interessieren mich Vorhaben, die umständlich sind und sich gegen einen flüssigen Ablauf sperren. Insofern folge ich einer Art paradoxen Logik: sich in einer Zeit der Entkörperlichung mit Tanz zu beschäftigen. Ich sehe Choreografie als eine Eröffnung von Spielräumen, in denen mögliche und unmögliche Verhältnisse zwischen Räumen, Verhaltensweisen, Menschen und Repräsentationsformen verhandelt werden können."

 


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